Begegnungsreise nach Zagreb
Österliche Hoffnung, die ausstrahlt
Mitten in Zagreb wächst Hoffnung: Das konnten der langjährige Vorsitzende des GAW-Pfalz, Pfarrer i.R. Friedhelm Hans und der ehemalige Generalsekretär des GAW Pfarrer i.R. Hans Schmidt bei ihrer Begegnungsreise nach Zagreb in der Osterzeit 2026 erleben. Die evangelische Gemeinde der Stadt ist ein wichtiger Ort protestantischen Lebens in Kroatien. Das GAW stärkt sie seit Jahrzehnten auf ihrem Weg durch Umbruch, Wiederaufbau und Neuanfang.
Die evangelische Gemeinde der Stadt trägt eine lange und bewegte Geschichte. Die Reise machte deutlich, wie sehr die Gemeinde nach schweren Jahren des Umbruchs, nach dem Erdbeben von 2020 und inmitten der laufenden Sanierungsarbeiten auf verlässliche partnerschaftliche Unterstützung angewiesen ist.
Das GAW und insbesondere die pfälzische Hauptgruppe steht dieser Gemeinde seit vielen Jahren treu zur Seite und hat ihre Entwicklung immer wieder gefördert — von den historischen Anfängen des Kirchenbaus bis zur aktuellen Hilfe für Wiederaufbau und Gemeindearbeit. Gerade in Zagreb zeigt sich, dass das Werk nicht nur materielle Unterstützung leistet, sondern evangelisches Leben, Bildung, Diakonie und kirchliche Zukunftsperspektiven in einer Diasporasituation nachhaltig stärkt.
Besonders ermutigend ist, dass die Gemeinde trotz aller Belastungen mit großem Engagement und neuer Hoffnung in die Zukunft blickt. Die Partnerschaft mit dem GAW bleibt dafür ein tragender Bestandteil.
Weitere Stationen der Begegnungsreise waren Voitsberg und Murau in Österreich. Der Besuch in Voitsberg machte deutlich, wie vielfältig und geschichtsbewusst evangelische Gemeindearbeit in der Diaspora sein kann. Die dortige Gustav-Adolf-Kirche aus dem Jahr 1936 beeindruckte als geordneter und stiller Ort, zugleich erinnerte das Altarbild an die Spannungen und Prägungen seiner Entstehungszeit und an den verantwortlichen Umgang der Gemeinde mit ihrer Geschichte.
In Murau traf die Reise auf eine kleine, aber lebendige evangelische Gemeinde in einer echten Mikrodiaspora. Trotz knapper personeller Ressourcen tragen das starke Engagement von Diakonie, Presbyterium und Gemeindegliedern sowie die enge Verbindung von Kirche, Stadt und Schule das Gemeindeleben und richten den Blick klar in die Zukunft. Besonders deutlich wurde in Murau, dass evangelische Kirche dort auch mit wenig äußerer Stärke eine wichtige Präsenz behalten kann, wenn Menschen sich mit Treue und Kreativität einbringen
Den ganzen Bericht von Pfarrer i.R. Friedhelm Hans verbunden mit einer ausführlichen Übersicht zur Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde Zagreb und Umgebung finden Sie hier: Zagreb 2026



