Begegnungsreise nach Zagreb
Adventlicher Besuch aus dem GAW-Pfalz in Kroatien
Nach Erdbebenschäden und Kirchenspaltung wächst in Zagreb neue Hoffnung – auch dank der Unterstützung durch das Gustav-Adolf-Werk. Diesen Eindruck gewinnt der langjährige Vorsitzende des GAW-Pfalz, Pfarrer i.R. Friedhelm Hans, bei seiner Begegnungsreise nach Kroatien im vergangenen Advent.
Die Gemeinde in Zagreb gilt als geistliches und kulturelles Zentrum des Protestantismus in Kroatien und als Vorposten evangelischen Lebens auf dem Balkan. Nach schweren innerkirchlichen Konflikten und den Folgen des Erdbebens von 2020 hat sie einen Neuanfang gewagt und geht diesen mit großer Zuversicht weiter.
Das Gustav-Adolf-Werk hat die Gemeinde in dieser Krise nicht allein gelassen: Unmittelbar nach dem Erdbeben stellte das GAW eine Ersthilfe von 10.000 Euro für die beschädigte Kirche bereit und begleitet nun den umfassenden Wiederaufbau, der mit städtischen, staatlichen und europäischen Mitteln umgesetzt wird. Neben der baulichen Sanierung von Kirche und Orgel fördert das Werk auch inhaltliche Projekte wie die geplante Übersetzung der Schriften Martin Luthers in Zusammenarbeit mit der Universität Zagreb.?
Die partnerschaftliche Verbundenheit reicht dabei weit über finanzielle Hilfe hinaus. Auch diesmal waren die gemeinsame Feier eines Gottesdienstes und Gestaltung einer Konfirmandenstunde sowie theologische Gespräche ein wesentlicher Teil der Begegnunsreise. Sie stärken die Gemeinde in ihrem Auftrag, evangelisches Glaubenleben, Bildung und Diakonie in einem überwiegend katholischen Umfeld sichtbar zu gestalten. Die dankbare, hoffnungsvolle Stimmung der Zagreber Gemeinde macht deutlich, wie sehr die Unterstützung durch das Gustav-Adolf-Werk zur Ermutigung, Versöhnung und zum Wiederaufbau einer lebendigen evangelischen Kirche in Kroatien beiträgt.
Den ausführlichen Bericht von Pfarrer i.R. Friedhelm Hans sowie seine in Zagreb gehaltene Predigt über Matthäus 21, 1-9 finden Sie hier: Zagreb 2025